Georgs Blog

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Meine Neuseelandreise

April 28th, 2008 by georg

Im Winter 2000 war ich in Neuseeland. Das war ur lustig, weil wir hier in Österrreich gerade Weihnacht gefeiert haben und bei denen wars Sommer :-).


Ich war dort insgesamt 3 Wochen und der Flug hat 24h hin und 24h zurück gedauert, schrecklich. Aber es hat sich echt ausfgezahlt.

Größere Kartenansicht


Größere Kartenansicht

Aja, hier hab ich ein paar Maps von Google eingefügt, damit ihr ungefähr wisst, wo wir gefahren sind. Wobei oben die Nord und unten die Südinsel ist.

Schlussendlich füge ich noch ein paar original Mails von damals ein, die wir an die daheimgebliebenen geschickt haben:

Email vom 7.1.2000

Hallo Ihr lieben Leute,

hier kommt die erste richtige Mail unserer Neuseeland-Mailing-list. Wir kamen so gegen 5 Uhr morgens in Kuala Lumpur an, da hatte es so an die 25°C. Im Laufe des Nachmittages stiegen die Temperaturen auf (ehrlich!) 35°C und ca. 300.000% (nicht ganz ehrlich…) Luftfeuchtigkeit.

Natürlich haben wir fast den ganzen Touristen-Schmarrn erledigt, da waren zB. die Petronas Twin Towers (angeblich die höchsten Gebäude der Welt (Schurli sagt:”450m!!”), auf die man warum-auch-immer nicht raufkraxeln durfte…), dann natuerlich das KLCC (klingt super, is aber nix anderes als ein ururur-teures Einkaufszentrum), und einiges anderes auch. (Details vergessen…)
Die Taxler in KL (das heißt Kuala-Lumpur, für die Dummen (Haipo?),…) sind ziemliche Gfraster, weil die dem Fahrgast nämlich ururteure Rundreisen andrehen wollen. Naja-wie-dem-auch-sei, wir waren dann am Abend im Hard-Rock-Cafe-Kuala-Lumpur (ja, das gibts wirklich…) weil alles andere zu weit weg war vom Hotel, und außerdem die Taxler olles Gfraster sind.

Dort aßen wir amerikanisches Essen, außerdem spielten gerade Guano Apes (auf Malaisisch), wobei wir sie für ein Wien Konzert gewinnen konnten (glücklicherweise). Nach einigen Krügen (nicht Krügerln) Bier gingen (wankten) wir zurück ins Hotel, wo wir uns spontan entschlossen einen weiteren Stop, im hoteleigenen Pup zu machen. Dort sangen gerade einheimische Mädels lustige Lieder aus aller Welt. Die herumhupfenden und herumkreischenden Burschen aus dieser Band (?) wiederum beneideten uns um unsere Bärte, und die Mädels bewunderten uns. Obwohl größter Anstrengungen sind sie uns leider etwas unterlegen in Sachen Bartwuchs (natürlich die Burschen).

Jetzt hab ma eh schon ur viel gschrieben.
Ciao
Patrick und Georg

Hinweis:
Lieber keine fremden Grundstücke betreten (auch keine Baustellen)!

Email vom 9.1.2000

Wir sind jetzt gerade aufgestanden. 12 Stunden Zeitunterschied zu Ö. ist ja doch recht heftig. Das Hotel in Auckland ist leider mit dem Shangri-La in KL nicht zu vergleichen. Unser Zimmer besteht aus 2 Betten. Von der Größe her ist es ungefähr so groß wie die Duschkabine im Shangri-La. Ich (Georg) hab mir ur tolle Shuhe in Kuala Lumpur gekauft. In Auckland ist es super schön mit großem Hafen und eigenartigem Charme.

Mehr folgt bald, wir sind um diese Zeit nicht wirklich fähig zu schreiben.
Danke für die informative SMS Haipo.

Ciao
Georg und Patrick

Email vom 13.1.2000

Hello, ihr daheimgebliebenen.

wo sind wir:
zt. in Rotorua, hier solls Geysire, Vulkane und heissen Schlamm und Dreck geben, nun wir werden morgen schauen ob das stimmt.
hierhergekommen sind wir so:
Von Auckland zur Bay of Islands, am nächsten Tag über den Ninty-Mile-Beach (der in wirklichkeit nur 60 km lang ist…) durch Auckland wieder durch und dann bis Thames auf der Coromandel Halbinsel. Von Thames gings dann ueber den Hot Water Beach weiter. (das ist ein Strand unter dem Thermalquellen raussprudeln, das heisst man mus nur mit dem Fuß oder einem anderen Grabgerät (Hände, Schaufel, Bagger, Bohrturm) im Sand bohren, schon kommt eine heisses Wasser entgegen, das durchaus für Verbrennungen 10ten Grades reicht.) Dann gabs einen Stop in Opoutere (seltene Vögel, schöner Strand und einigen Deutschen, die wir dank unseres guten Englisches in die Wüsten schicken konnten.). Von wo wir uns mit einem ungewollten Abstecher nach Paerora, vorbei an riesigen Kiwiplantagen, nach Rotorua begaben. Hier stinks die ganze Zeit nach Schwefel weil hier einige halbaktive Vulkane rumstehen. Mit den Hotels haben wir ziemliches Glück, sind zwar nicht ganz billig, aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Zum Abschluss:
Neuseeland ist ganz schön groß - Kilometerleistung nach 3 Tagen - 1300km

CU, Ciao, Your Welcome
Georg und Patrick

Email vom 21.1.2000

ut mir leid, daß wir uns so lange nicht mehr gemeldet haben. Aber die Neuseeländer haben ein anderes Telephonsystem und so müssen wir alles übers Handy uploaden, was eine eher fade Geschichte ist (für alle dies wissen wollen 9,6kbps).

Ich weis leider nicht mehr genau von wo wir die letzte Email geschrieben haben, also fange ich bei Thames an. Thames liegt auf der wunderschönen Halbinsel von Coromandel (ca 200km östlich von Auckland. Von dort fuhren wir durch über eine wenig befahrene Straße (Weg) buchstäblich durch den Urwald auf die östliche Küste. Dort sahen wir einen naturbelassenen Srand (ca. 10km lang). Nach einer kleinen Wanderung erreichten wir ihn wo wir natürlich die Gelegeheit nutzen und in den meterhohen Wellen plantschten. Von dort gings weiter nach Rotorua und Taupo. Dort gibts aktive Vulkane und entsprechende Erscheinungen. Wir sahen heiße, stinkende Schlammquellen, heiße normale Quellen, Geysire und vor allem stinkenden Schwefel. In Taupo fuhren wir mit Quads (Motorräder mit 4 Reifen), durch den ärgsten Schlamm, über Berge und durch Täler. Durch Zufall haben wir das heil überstanden und haben uns auf den Weg nach Süden gemacht. Die nächste Nacht haben wir in einem Strandhotel in Wanganui verbracht. Dort haben die Leute versucht vom Strand aus einen Golfball so abzuschlagen, daß dieser in einem Loch auf einer künstlichen Insel, ungefähr 100m weit vom Strand zu liegen kommt. Natürlich hat das keiner geschafft. Am nächsten Tag fuhren wir einen 500 km weiten Umweg auf den Mount Egmont, wo wir unsere erste Wandererfahrung in NS machten. Trotz akuter Lawinen/Muren/Steinschlaggefahr haben wirs wieder ins Tal geschafft und sind in einem Motel bei Waikane abgestiegen. Dort haben wir das größte Automobilmuseum der südlichen Hemisphere besichtigt und sind weiter nach Wellington gefahren. Dort haben wir 2 Nächte in einem Backpacker Hotel (so wie eine Jugendherberge) geschlafen und haben die lokalen Lokale besucht. Natürlich haben wir auch den Rest von dem, nicht mit besonders vielen Sehenswürdigkeiten gesegneten Wellington gesehen. Danach gings per Fähre auf die Südinsel. Obwohl wir noch versucht haben uns mit dem Wurf einiger Münzen in einen Goldfischteich, etwas Glück zu kaufen, haben wir wieder kein cooles Auto bekommen. Wir haben einen Honda HRV ausgefasst. Nicht so toll. Trotzdem sind wir einige Tracks hinaufgefahren, ich würde jedem abraten mit seinem eigenem Auto rauffahrenzufahren. Danach haben wir den 9 Mile Beach besucht und sahen einen kleine Pelzrobbenkollonie. Dort waren unter anderem 2 Monate alte Babyrobben. Danach wollten wir über den Strand fahren und sind im Treibsand steckengeblieben. Ein freundlicher Farmer hat uns dann mit seinem Traktor herausgezogen. Danach fuhren wir nach Franz Josef (das liegt unterhalb des Franz Josefs Gletschers).

Zum Abschluß:
Kilometerleistung auf der Nordinsel: 2350 (obwohl wir die letzten 2 Tage praktisch nicht gefahren sind) und auf der Südinsel nach 3 Tagen 900km.

Ciao und schöne Grüße in das wahrscheinlich kalte Wien
Georg und Patrick

Email vom 25.1.2000

Hallo,

Wir habens geschafft! Nach wunderschönen Wochen im noch schöneren Neuseeland kommen wir bald wieder nach Hause. Unser Flug von Christchurch nach Auckland ist bereits gebucht und unser 2tes-Auto ist auch schon zurückgegeben. Insgesammt sind wir 5349km gefahren.

Also von Franz Josef sind wir nach Queenstown gefahren, wo wir uns erhofft haben Jetboat und Skydiving (für Patrick) zu erledigen. War leider nix. Statt dessen sind wir in einen Vogelzoo gegangen wo wir nach einer endlosen Augen-an-Dunkelheit-gewöhnungs-Zeit auch Kiwis sahen (nein nicht die zum Essen). Von da an gings weiter nach Te Anau, nicht ohne einen 170km langen 4WD Track zu fahren mit 90km/h 70km über losen Schotter, dort fuhren wir mit einem Boot in eine der Glühwürmchenhöhlen (schau oarg aus). Weiter nach Invercargill (versucht mal diesen Namen auszusprechen), nach Bluff (man kann schon fast die Antarctis riechen). Dann nach Waikawa, wo wir einen versteinerten Wald, eine Robbenkollonie und die kleinsten Delphine der Welt sahen. Und von dort über Timaru nach Christchurch von wo ich diese Mail schicke. Zu bemerken ist noch, daß wir seit Franz Josef ein scheiß Wetter hatten (Regen oder leichter Regen) und deshalb von Milford Sound nicht besonders viel hatten. Das ist angeblich die schönste Gegend der Welt, besonders wenn man über den Milford Track wandert (dauert aber 3 Tage deshalb und nur deshalb haben wirs gelassen). Außerdem sind wir durch den Homer tunnel gefahren. Der ist 10km lang, steil, unbeleuchtet und außerdem muß man sich die Fahrspur mit einem Bach teilen.

Grüße, Georg und Patrick

ps. von Patrick: Nun, an sich ist Neuseeland ja super, aber das mit dem Regen, war nicht so sommerlich, wie erwartet. Trotzdem ist es hier so um die 20 °C wärmer als in Wien, das macht das Wetter erträglicher…
Nix für ungut, liebe Grüße an Euch alle, Patrick

This entry was posted on Montag, April 28th, 2008 at 14:02 and is filed under Reise. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

1 response about “Meine Neuseelandreise”

  1. helga said:

    Mir gefällt diese Gestaltung und die Information über Deine Reise. Ebenso ist “dieses” Neuseeland für mich sehr eindrucksvoll beschrieben.

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